Alexander Zverev bei Tennis-Turnier in Genf im Halbfinale

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Alexander Zverev hat bei seiner Generalprobe für die am Sonntag beginnenden French Open mit viel Mühe das Halbfinale erreicht. Der Weltranglistenfünfte aus Hamburg setzte sich beim Vorbereitungsturnier in Genf gegen den Bolivianer Hugo Dellien mit 7:5, 3:6, 6:3 durch und bekommt mindestens ein weiteres Match, um Selbstvertrauen für den Höhepunkt der Sandplatzsaison in Paris zu tanken.

Am Freitag gegen Federico Delbonis (Argentinien) muss sich Zverev steigern, um sein zweites Finale der Saison nach dem Turnier in Acapulco in Mexiko zu erreichen. Gegen den Weltranglisten-92. Dellien haderte Zverev erneut mit der fehlenden Konstanz. Vor allem sein starker Aufschlag (17 Asse) rettete den 22-Jährigen in den wichtigen Momenten, nach 2:21 Stunden verwandelte er seinen dritten Matchball. Zverev hatte nach seiner Auftaktniederlage beim Masters in Rom kurzfristig für das mit 586.140 Euro dotierte Turnier in Genf gemeldet, um sich für die French Open einzuspielen. Bislang mit Erfolg, trotz der holprigen Vorstellung gegen Dellien hat er zwei Matches nacheinander gewonnen. Das war ihm in der bisherigen Sandsaison nur beim Masters in Madrid geglückt.

Während sich Zverev ins Halbfinale mühte, bekam er im 400 Kilometer entfernten Paris einen dankbaren Erstrundengegner zugelost. Zum Auftakt im Stade Roland Garros trifft der deutsche Spitzenspieler auf den Australier John Millman, der nicht als besonders gefährlicher Sandplatzspieler gilt. Im vergangenen Jahr hatte Zverev in Paris das Viertelfinale und damit sein bis heute bestes Grand-Slam-Resultat erreicht.

Wimbledonsiegerin Angelique Kerber trifft in der ersten Runde der French Open in einem Premieren-Duell auf die Russin Anastasia Potapowa. Gegen die 18 Jahre alte Nummer 81 der Tennis-Weltrangliste hat die beste deutsche Spielerin noch nie gespielt. Das ergab die Auslosung am Donnerstag in Paris. Vor Abschluss der Qualifikation haben es sechs deutsche Damen und zehn deutsche Herren ins Hauptfeld geschafft. Antonia Lottner hat am Freitag noch die Chance auf den Einzug in das 128er-Feld. Die Sandplatz-Veranstaltung in der französischen Hauptstadt beginnt am Sonntag und ist mit rund 42,7 Millionen Euro dotiert. Das Preisgeld für den Sieger bei Damen und Herren beträgt 2,3 Millionen Euro.

„Es ist schön, wieder in Paris zu sein. Für mich geht es jetzt darum, die letzten Tage bis zum Turnierstart noch gut zu nutzen“, sagte Kerber der Deutschen Presse-Agentur. Die French Open sind das einzige der vier Grand-Slam-Turniere, das die 31 Jahre alte Kielerin noch nicht gewonnen hat. „Meine Sandplatzvorbereitung war kurz, sicherlich kürzer als erhofft, aber ich versuche, das Beste aus der Situation zu machen“, sagte Kerber. Beim Turnier in Madrid hatte sie sich vor ihrem Zweitrunden-Match eine Knöchelverletzung zugezogen und für die Veranstaltung in Rom anschließend abgesagt. Auf dem von ihr weniger geliebten Sand hat Kerber damit vor dem sportlichen Höhepunkt in diesem Saisonabschnitt nur drei Partien absolviert. In Stuttgart war sie nach einem grippalen Infekt in ihrem zweiten Spiel gescheitert.

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