Amateurfußball – Unverdientes Unentschieden – Sport in der Region

0
24

Schwache Leistung, wenig Chancen, später Ausgleich: Der SV Heimstetten kann nach einem 1:1 im Relegations-Hinspiel in Rain auf den Verbleib in der Regionalliga hoffen.


Von Christoph Leischwitz, Rain/Kirchheim

Selbst bei der Zahl der zu Boden fallenden Spieler nach dem Schlusspfiff stand es Unentschieden: Drei Spieler des SV Heimstetten sackten zusammen, drei des TSV Rain. Erstere aber eher aus Erschöpfung, letztere aus Verärgerung. Denn das 1:1 (0:0) im ersten Relegationsspiel im Landkreis Donau/Ries war höchst schmeichelhaft für den Tabellen-Sechzehnten der abgelaufenen Regionalliga-Saison. Trotzdem hat Heimstetten, die Mannschaft von Trainer Christoph Schmitt, mit diesem Ergebnis gute Möglichkeiten, schon in der ersten Runde der Entscheidungsspiele den Ligaverbleib zu sichern. “Wir haben weder im Spiel mit oder gegen den Ball eine gute Leistung gebracht, deshalb war das nicht verdient. Aber ich werde mich jetzt nicht beschweren”, sagte der Coach nach der Partie.

Schmitt war vor dem Spiel skeptisch gewesen, während in Rain am Lech Aufstiegseuphorie herrschte und mehr als 1000 Zuschauer ins Stadion drängten, weshalb die Partie fünf Minuten später angepfiffen wurde. “Wir müssen da jetzt alle Kräfte mobilisieren”, hatte er vor der Partie gesagt, die ja erst am Dienstagabend feststand, als der FC Ingolstadt abstieg, und damit dessen zweite Mannschaft ebenfalls. Gegen Ende der Saison habe er aber “schon das Gefühl gehabt, dass der eine oder andere doch lieber Bayernliga spielen würde” – die Regionalliga verlange dem Verein organisatorisch und finanziell vieles ab.

Doch die erste Chance des Spiels hatten die Gäste. Moritz Hannemann konnte jedoch einen groben Schnitzer der Rainer Abwehr nicht nutzen, weil sein Schuss zu schwach geriet (7.). Es sollte auch für lange Zeit die einzige Möglichkeit der Mannschaft von Christoph Schmitt bleiben. SVH-Torwart Maximilian Riedmüller, der sich Mitte der ersten Halbzeit mehrere Minuten lang wegen einer Rückenblessur behandeln lassen musste, hatte fortan recht viel zu tun. Nach einer knappen halben Stunde wäre der 31-Jährige bei einem Schuss von Maximilian Käser knapp über die Latte wohl machtlos gewesen.

Nach der Pause blieb Rain spielbestimmend, Heimstetten agierte auffallend körperlos. So auch bei der Führung Rains, als sowohl bei der Flanke von Michael Krabler als auch beim Kopfball von Stefan Müller kein Heimstettner in der Nähe war (68.). “Der Stürmer steht völlig blank, das müssen wir besser verteidigen”, fand auch Schmitt. Riedmüller schrie seine Vorderleute an, ein Ruck schien aber auch da nicht durch das Team zu gehen. So musste der Keeper in der 82. Minute gegen Blerand Kurtishaj klären, der alleine auf ihn zugelaufen war.

Doch nach dem Gegenzug stand es plötzlich 1:1: Ein Rainer Gegenspieler unterlief den weiten Ball von Marcel Ebeling auf Mohamad Awata, der schlug einen Haken und traf mit einem schwachen, aber platzierten Schuss zum Unentschieden. “Ich bin guten Mutes für das Rückspiel. Dass wir zweimal hintereinander so schlecht spielen, kann ich mir nicht vorstellen”, sagte Schmitt. Dieses Rückspiel findet am Sonntag um 16 Uhr statt.

.(tagsToTranslate)Regionalsport(t)Sport in der Region(t)Süddeutsche Zeitung(t)SZ

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.