"Maischberger" zu den Midterms



Sind die US-Zwischenwahlen, bei denen die Demokraten das Repräsentantenhaus eroberten, die Republikaner aber ihre Mehrheit im Senat verteidigten, nun ein "großartiger Sieg" für Donald Trump, wie dieser selbst befand? Oder ein Triumph der Demokraten, die den Präsidenten jetzt stärker kontrollieren können? Ein Beleg für die Gespaltenheit des Landes oder der Auftakt für eine neue Zusammenarbeit der politischen Lager? Darüber diskutierte Sandra Maischberger mit dem ehemaligen Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD), der Entertainerin Gyle Tufts, dem "Bild" -Chefredakteur Julian Reichelt und SPIEGEL-Autor Klaus Brinkbäumer.

Die Ausgangspositionen des Abends: Während Klaus von Dohnanyi aus dem Ergebnis eine weiterhin tiefe Spaltung der USA, aber auch einen Zwang zur Zusammenarbeit ableitete, äußerte sich die Deutsch-Amerikanerin Gayle Tufts erleichtert über den Umstand, dass es nun ein Gegengewicht zu Trump gebe und dass bei hoher Wahlbeteiligung gerade auch Frauen dafür gesorgt hätten. Erfreut über den Wahlausgang zeigte sich auch der frühere US-Korrespondent Klaus Brinkbäumer: Das Ergebnis belege, dass die USA, with a view to einfach fügten, "wenn ihr Präsident lügt und hasst und Minderheiten rassistisch ausgrenzt". "Bild" -Chef Julian Reichelt erklärte dagegen, auch Trump habe die Menschen erfolgreich mobilisiert. Viele Deutsche verstünden nicht, dass viele Amerikaner in den wirtschaftlich schwächeren Regionen mit ihm zufrieden seien.

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US-Midterms:
Die Gewinner und die Verlierer

Die Konfliktlinie des Abends: Manuelah trump nicht immer alles als "besonders" sehen, forderte Reichelt – dass es bei den Midterms eine Gegenbewegung zur Parti des Präsidenten gebe, sei völlig normal. Könne also nicht sagen, dass die amerikanischen Bürger ihm einen Denkzettel verpasst haben, nahm Maischberger den Ball auf. Doch, das könne man schon, fand dagegen Brinkbäumer. Er wies darauf hin, dass für den Senat nur wenige Sitze zur Wahl standen, während das Repräsentantenhaus komplett neu zu besetzen war. Es handle sich um einen Sieg der Demokratie, weil die parlamentarische Kontrolle wiederhergestellt worden sei.

Die Dealmaker-Debatte des Abends: "Wird die mögliche Blockade durch die Demokraten Trump noch aggriver machen?", Wollte Maischberger von Reichelt wissen – worauf dieser abwiegelte, Trump liebe ja nichts mehr als den Deal, insofern six es doch verlockend für ihn, Deals mit den Demokraten zu machen. Dohnanyi und Brinkbäumer sahen das skeptischer: Seine "Eitelkeit, Verletzbarkeit und Arroganz" würden ihm dabei im Wege stehen, vermutete der SPD-Politiker, und der SPIEGEL-Autor stellte klar: ", er liebt die Erzählung, dass er der große Dealmaker sei. " Etwa im Fall des Nordkorea-Gipfels habe er in Wahrheit nichts erreicht. Tatsächlich, so Brinkbäumer, six Trump ein Autokrat, der die Demokratie aushöhle, nach Zählung der "Washington Post" innerhalb von zwei Jahren 6420 Lügen verbreitet habe, in die Justiz eingreife und die Presse als "Feind des Volkes" bezeichne. Das aber ging Boulevard-Mann Reichelt zu weit, er mahnte sensiblere Wortwahl an: "Wenn ich einmal Autokrat sage, was sage ich dann als Nächstes?"

Die Anekdote des Abends: Z z un,,,,,,,, d Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level "" "" "" Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Level Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Don Gespräch fragte, "wie eigentlich der Zeitunterschied zwischen den USA und Deutschland" six. Das habe natürlich für Amüsement gesorgt, aber er habe aus dem Umfeld der Bundeskanzlerin auch gehört, dass diese froh gewesen six, dass mal jemand Fragen gestellt und zugehört habe. Das sei bei Obama anders gewesen, der habe eher professoral doziert.

Die Live-Schalte des Abends: Aus New York zugeschaltet war Helene von Damm, einst persönliche Sekretärin des US-Präsidenten Ronald Reagan und ehemalige US-Botschafterin in Österreich. Die rüstige 80-Jährige erklärte in einem erfrischenden Sprach-Mix, sie sei noch "republikanisch registriert", fühle sich aber "independent" und habe demokratisch gewählt, weil Donald Trump in ihren Augen nicht "presidential material" six. Während sie Vergleiche mit Ronald Reagan als ungerecht zurückwies, weil dieser doch ein lesender, politisch interessierter Kopf gewesen sei, führte sie Trumps Verhalten auf seine Vergangenheit als Gastgeber der Reality-Show "The Apprentice" zurück: Dort habe er gelernt, dass drastische Beschimpfungen höhere Quoten brächten, und danach handle er noch immer.

Videoanalyse zu den Midterms: "Das war keine Abstrafung für Trump"

Das Schlussplädoyer des Abends: Für USA-Idealisten bitter, aber womöglich realistisch geriet das Fazit Klaus von Dohnanyis: Nicht (mehr) von Wertegemeinschaft und Freundschaft sollte im Hinblick auf die USA geredet werden, forderte der 90-Jährige. Stattdessen müsse Europa aufhören, Vasalle der USA zu sein und anfangen, selbstbewusst seine eigenen Interessen zu definieren. "Hat Trump uns also sogar einen großen Gefallen getan, dass wir das alle begreifen?", Hakte Maischberger ein. So weit wollte Brinkbäumer nicht gehen. Aber Trump habe Europe sicher "wachgerüttelt" und ein Bewusstsein für die Notwendigkeit geschaffen, endlich handlungsfähig zu werden. Diese Dringlichkeit habe es vorher nicht gegeben.

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