News: Pistolenschuss aus Windeltasche trifft Vater und Tochter

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Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Treffen mit Poroschenko: SPD kritisiert Merkel (6.07 Uhr)
  • Neuseeland: Spezialkräfte suchen Geisel in Syrien (4.49 Uhr)
  • Schuss aus Windeltasche trifft Vater und Kind (3.54 Uhr)
  • Bibi Andersson im Alter von 83 Jahren gestorben (0.43 Uhr)
  • Iranerin muss nach Kopftuch-Protest in Haft (0.17 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 8.14 Uhr: Verdi ruft zu Streiks bei Amazon rund um das Ostergeschäft auf +++

Die Gewerkschaft Verdi hat rund um das Ostergeschäft Streiks beim Onlinehändler Amazon angekündigt. An den Standorten Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen legten die Beschäftigten bereits in der Nacht die Arbeit nieder, die Streiks sollen bis Donnerstag andauern, wie Verdi mitteilte. Bestreikt wird damit das Geschäft vor den Osterfeiertagen, und auch an anderen Standorten könne es während der Osterzeit “jederzeit zu Arbeitsniederlegungen kommen”, kündigte die Gewerkschaft an. Seit Jahren fordert Verdi eine Bezahlung der Amazon-Beschäftigten nach Einzelhandelstarif. Amazon lehnt dies bislang ab und betont immer wieder, in seinen Logistikzentren werde am oberen Ende dessen gezahlt, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich sei.

+++ 7.59 Uhr: “Game of Thrones”-Fans starten am frühen Morgen in finale Staffel +++

Die preisgekrönte Fantasy-Saga “Game of Thrones” ist in ihre achte und finale Staffel gestartet. Die rund 55-minütige Auftaktfolge startete in den USA am Sonntagabend in die finale Staffel. In Deutschland sind die Folgen seit heute früh auf dem Pay-TV-Sender Sky zu sehen. In den verbleibenden fünf Episoden soll es nach Angaben der Macher zur bisher größten TV-Schlacht der Geschichte kommen. Am 20. Mai endet die Saga mit einem rund 80-minütigen Finale.

+++ 7.40 Uhr: Trump gratuliert Golfstar Woods zu fünftem Masters-Triumph +++

US-Präsident Donald Trump hat Golf-Star Tiger Woods zu dessen fünftem Triumph beim Masters beglückwünscht. “Ein wirklich großer Champion”, schrieb Trump nach dem Sieg des Amerikaners beim Traditionsturnier in Augusta. “Was für ein fantastisches Comeback für einen großartigen Kerl”, schrieb Trump mit Blick auf die vielen sportlichen, gesundheitlichen und privaten Rückschläge des 43-Jährigen. “Ich liebe Leute, die unter großem Druck stehen.”

+++ 6.50 Uhr: American Airlines streicht wegen Flugverbots für Boeing 737 MAX 115 Flüge pro Tag +++

Wegen des andauernden Flugverbots für die Boeing 737 MAX streicht die US-Fluggesellschaft American Airlines in den kommenden Monaten 115 Flüge pro Tag. Airline-Chef Doug Parker erklärte, dies entspreche rund 1,5 Prozent der im Sommer täglich angebotenen Flüge. American Airlines plant demnach vorerst bis zum 19. August keine Boeing 737 MAX ein. Zugleich sprach Parker der nach zwei Luftfahrtkatastrophen in die Kritik geratenen Maschine sein Vertrauen aus. Er gehe davon aus, dass die Boeing 737 MAX vor dem 19. August wieder fliegen dürfe. American Airlines verfügt über 24 Maschinen dieses Typs.

737-MAX-Absturz: Angehörige verklagen Boeing

+++ 6.07 Uhr: SPD kritisiert Merkel wegen Treffens nur mit Poroschenko +++

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihres Treffens mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko kritisiert. “Es ist ein politischer Fehler und befremdlich, dass Frau Merkel Poroschenko anderthalb Wochen vor der Wahl (in der Ukraine) getroffen hat”, sagte Schmid dem “Spiegel”. “So ist der Eindruck einseitiger Parteinahme entstanden.” Merkel hätte besser – wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron – das Gespräch auch mit dem Herausforderer Wolodymyr Selenskyj suchen sollen.

Im Osten der Ukraine bekämpfen sich seit fünf Jahren Regierungstruppen und von Russland unterstützte Separatisten. Merkel hatte Poroschenko am Freitag empfangen und dies damit begründet, mit ihm dringende Themen besprechen zu müssen. Dass sie damit Wahlkampfhilfe für ihn betreibe, ließ sie nicht gelten.Die Stichwahl zwischen Poroschenko und Selenskyj findet am 21. April (Ostersonntag) statt.

Video: Merkel empfängt ukrainischen Präsidenten Poroschenko

+++ 5.51 Uhr: Ecuador verteidigt erneut Entzug des Asyls für Assange +++

Ecuadors Präsident Lenín Moreno hat den Entzug des Asyls für Wikileaks-Gründer Julian Assange erneut verteidigt. Moreno sagte der Zeitung “The Guardian”, Assange habe versucht, in der ecuadorianischen Botschaft in London ein “Zentrum für Spionage” einzurichten. Die Vorgängerregierung in Quito habe zugelassen, dass von der Botschaft aus in die “Prozesses anderer Staaten” eingegriffen werde. Assange habe zudem Botschaftsmitarbeiter schlecht behandelt und rechtliche Schritte angedroht, sagte Moreno. Der Entzug des Asyl sei nicht willkürlich erfolgt, sondern fuße auf internationalem Recht. Assange war am Donnerstag nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen worden.

+++ 4.49 Uhr: Neuseeländische Spezialkräfte suchen in Syrien verschleppte Krankenschwester +++

Neuseeländische Spezialeinheiten suchen in Syrien nach einer vor mehr als fünf Jahren verschleppten neuseeländischen Krankenschwester. Vize-Premier Winston Peters sagte, Louisa Akavi befinde sich vermutlich noch immer in der Gewalt der Terrorgruppe Islamischer Staat. Im Zuge der Bemühungen, sie zu finden, sei ein Team mit Elitesoldaten in den Irak entsandt worden. Mitglieder des Teams seien wiederholt nach Syrien gereist, um Akavi ausfindig zu machen.

Akavi war im Oktober 2013 zusammen mit sechs weiteren Menschen verschleppt worden, als sie in einem Hilfskonvoi des Roten Kreuzes in der nordwestsyrischen Provinz Idlib unterwegs war. Vier der Entführten wurden am folgenden Tag freigelassen, nicht aber die 62-jährige und zwei syrischer Fahrer. Die Entführung wurde bislang geheim gehalten, damit der Fall keine internationale Aufmerksamkeit erhält, die Akavi hätte schaden können. Gestern bat das Rote Kreuz dann aber um Hinweise über den Verbleib der Entführten. Demnach gibt es Hinweise darauf, dass Akavi Ende 2018 am Leben war.

+++ 3.54 Uhr: Pistolenschuss aus der Windeltasche – Vater und Tochter verletzt +++

Durch einen unbeabsichtigt ausgelösten Schuss aus einer Pistole in einer Windeltasche sind ein Vater und seine Tochter im US-Staat Alabama verletzt worden. Der Mann wollte auf einem Parkplatz in der Nähe von Birmingham seiner Tochter auf dem Rücksitz seines Wagens die Windel wechseln und griff in die Windeltasche, als sich der Schuss aus der darin versteckten Waffe löste, berichtete der Sender CNN. Nach den Polizeiermittlungen durchschlug die Kugel zunächst das Bein des Mannes, dann verletzte sie das Bein des Kleinkindes, ehe sie in den Brustkorb des Vaters eindrang. Der Gesundheitszustand des Mädchens wurde als stabil bezeichnet, die Verletzungen des Vaters wurden als “möglicherweise lebensbedrohlich” bezeichnet.

+++ 2.34 Uhr: Demokraten kritisieren Trump für Video zu muslimischer Abgeordneter +++

Die US-Demokraten haben Präsident Donald Trump vorgeworfen, die muslimische Abgeordnete Ilhan Omar durch die Verbreitung eines Videos zu gefährden. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, rief Trump auf, das “respektlose und gefährliche Video” über Äußerungen Omars zu den Anschlägen vom 11. September 2001 zu löschen. “Seine hasserfüllte und hetzerische Rhetorik führt zu einer wahren Gefahr”, erklärte Pelosi über den Präsidenten. Sie habe die Kongresspolizei angeordnet, eine Sicherheitsüberprüfung vorzunehmen, um Omar, ihre Familie und ihre Mitarbeiter zu schützen.

Trump hatte vergangenen Freitag via Twitter ein Video verbreitet. Darin wird – begleitet von bedrohlicher Musik – ein Ausschnitt einer Rede Omars mit Bildern von den Terroranschlägen vom 11. September gegengeschnitten. Die demokratische Abgeordnete hatte im März mit Blick auf die Anschläge gesagt: “Einige Leute haben etwas getan”. Kritiker legten ihr das als Verharmlosung der Anschläge mit rund 3000 Toten aus.

+++ 0.43 Bergman-Schauspielerin Bibi Andersson im Alter von 83 Jahren gestorben +++

Die durch ihre Rollen in Ingmar-Bergman-Filmen bekannt gewordene schwedische Schauspielerin Bibi Andersson ist tot. Andersson starb gestern im Alter von 83 Jahren, wie ihre Tochter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Darstellerin hatte in Bergman-Klassikern wie “Wilde Erdbeeren”, “Das siebente Siegel” (beide 1957) und “Persona” (1966) mitgespielt. Schon als 15-Jährige hatte Andersson begonnen, mit Bergman zusammenzuarbeiten – als Darstellerin in Seifenwerbung. Im Laufe ihrer Karriere wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1963 gewann sie für ihre Rolle in “Schlafwagen-Abteil” des schwedischen Regisseurs Vilgot Sjöman den silbernen Bären der Berlinale. Sie drehte bis ins Jahr 2009 Filme. Nach einem Schlaganfall war sie dann aber teilweise gelähmt.

+++ 0.17 Uhr: Iranerin wegen Kopftuch-Protests zu einem Jahr Haft verurteilt +++

Eine Iranerin ist in ihrer Heimat zu einem Jahr Haft verurteilt worden, weil sie gegen die Kopftuchpflicht protestiert hatte. Vida Movahedi sei unter anderem der “Anstiftung zu Ausschweifungen” schuldig gesprochen worden, sagte ihr Anwalt Payam Derafshan der Nachrichtenagentur AFP. Das Urteil fiel demnach bereits im März. Die Frau war im Oktober festgenommen worden, als sie auf dem Revolutionsplatz in der Hauptstadt Teheran ihren Hidschab ausgezogen hatte. Bereits im Dezember 2017 hatte Movahedi in der Öffentlichkeit ihren Hidschab ausgezogen – eine Geste des Protestes, die später von Frauen in mehreren Städten nachgeahmt wurde.

Islamische Körperbedeckung: Burka, Nikab, Hidschab - kennen Sie den Unterschied?

Die nach der Islamischen Revolution 1979 im Iran eingeführte Kleiderordnung verbietet es Frauen, ohne Kopftuch in die Öffentlichkeit zu gehen. Das Kopftuchgebot gilt vielen als Symbol der Unterdrückung der Frau im Iran. Konservative sehen das Kopftuch dagegen als zentralen Ausdruck der islamischen Gesellschaftsordnung.

+++ 0.16 Uhr: Sozialdemokraten nach Auszählung aller Stimmen in Finnland vorn +++

In Finnland haben die Sozialdemokraten um ihren Vorsitzenden Antti Rinne die Parlamentswahl llaut vorläufigen Zahlen mit knappem Vorsprung gewonnen. Die Partei kommt nach Auszählung von 100 Prozent der Stimmen auf 40 der 200 Sitze im finnischen Parlament. Die vorläufigen Berechnungen seien abgeschlossen, teilte das finnische Justizministerium mit. Das offizielle Endergebnis sollte bis Mittwoch veröffentlicht werden. Rinne erklärte, seine Partei sei erstmals seit 1999 wieder die stärkste Kraft in Finnland geworden. Bis Ende Mai wolle er eine Regierung bilden.

Auf Platz zwei und drei landeten die rechtspopulistische Partei Die Finnen und die konservative Nationale Sammlungspartei mit 39 und 38 Mandaten. Der bisherige Ministerpräsident Juha Sipilä und seine liberale Zentrumspartei kamen mit kräftigen Verlusten und 31 Sitzen nur auf Rang vier.

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