Köln (NRW) – Bekannt wurde Pascal Kaier einem Millionenpublikum, als er seinem Partner vor dem Bundesligaspiel des 1. FC Köln gegen Wolfsburg (1:0) einen Heiratsantrag machte. Wenig später geriet der Amateur-Schiedsrichter erneut in die Schlagzeilen: Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen ihn, nachdem sein ehemaliger Arbeitgeber ihm vorgeworfen hatte, Geld unterschlagen zu haben. Nun ist Kaiser selbst Opfer eines Angriffs geworden.
Am vergangenen Samstag wurde Kaiser nach eigenen Angaben von drei Männern vor seinem Haus attackiert und dabei verletzt. Er musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, die Hintergründe sind noch unklar.
Auf diesem Foto zeigt Pascal Kaiser seine Verletzungen im Gesicht nach dem Angriff
Der Schiedsrichter erhebt jedoch schwere Vorwürfe. Über seinen Anwalt lässt er erklären, dass es schon vor dem Angriff Drohungen gegeben habe. „Bereits am Freitagabend wurden mir Screenshots zugeschickt, aus denen sich verlässliche Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die ‚Beerpongbar Köln‘ die Wohnadresse unseres Mandanten öffentlich verbreitet und dazu aufruft, unserem Mandanten einen Besuch abzustatten“, sagt Kaisers Rechtsanwalt Moritz Lange.
Es war der Betreiber der Bar, der 2024 Kaiser angezeigt hat. Der Vorwurf: Er soll während seiner Tätigkeit in Köln (NRW) u. a. Wechselgeld aus der Kasse gestohlen, einen privaten Geburtstag auf Kosten der Firma ausgerichtet und Umsatz unterschlagen haben. Es gehe um Forderungen zwischen 5000 und 6000 Euro.
Nach Angaben des Anwalts informierte Kaiser die Polizei über die mutmaßlichen Drohungen, woraufhin diese die Umgebung seines Hauses bestreifte. Lange: „Am Samstagabend, als er spazieren war, bekam er eine Nachricht: ‚Wir sehen dich und wir verfolgen dich. Warte darauf, bis die Polizei weg ist.‘ Unser Mandant informierte daraufhin erneut die Polizei. Als diese seine Wohnung verlassen hatte und unser Mandant kurz vor die Tür trat, um zu rauchen, tauchten drei Männer auf und attackierten ihn ohne Vorwarnung.“
Barbetreiber bestreitet die Vorwürfe
Der Betreiber der „Beerpongbar Köln“ bestreitet die Vorwürfe. Gegenüber BILD sagte er: „Wir haben nie jemanden aufgefordert, Pascal aufzusuchen. Ich bin kein Freund davon, zu Gewalt gegen Menschen aufzurufen. Wenn das passiert ist, sollten die Verantwortlichen angezeigt werden. Wir wollen nur, dass unsere offenen Forderungen beglichen werden und alles fair geklärt wird.“
date: 2026-02-09 19:27:00