Olympiasiegerin, Weltmeisterin – und nun auch Europameisterin im Mehrkampf: Darja Varfolomeev glänzt in einem spannenden Duell.
Rhythmisches Gymnastik-Phänomen Darja Varfolomeev hat sich mit einem überzeugenden Auftritt bei den Europameisterschaften in Warna zum Mehrkampf-Europameisterin gekürt. Die 19-jährige Athletin aus Schmiden sicherte sich mit einer Gesamtpunktzahl von 120,150 Punkten den Titel, während die bulgarische Konkurrentin Stiliana Nikolowa (118,750) und die Ukrainerin Taisiia Onofriitschuk (117,150) die weiteren Podestplätze besetzten. Varfolomeevs Sieg markiert den Abschluss eines umfassenden Titel-Repertoires, das bereits Olympiagold (Tokyo 2020) und elf Weltmeistertitel umfasst.
Der Sieg in Warna unterstreicht Varfolomeevs Position als Favoritin für die Weltmeisterschaften in Frankfurt/Main vom 12. August. „Ich habe mein Bestes gegeben. Ich fühlte mich kraftvoll und energiegeladen, und das habe ich auf der Matte gezeigt“, sagte die Athletin, die nach eigenen Angaben „die schwierigste Medaille“ ihrer Karriere gewann. Trainerin Julia Raskina betonte, dass der Titel überraschend kam: „Darja ist noch nicht bei 100 Prozent, aber wir sind glücklich, dass wir den Titel holen konnten.“
Noch nicht bei 100 Prozent
Varfolomeevs Sieg war nicht vorhersehbar, da sie im Vorfeld der EM gesundheitlich angeschlagen war. Der entscheidende Moment kam während der Keulen-Übung, bei der sie mit 31,000 Punkten die höchste Wertung des Tages erzielte. Obwohl sie den Endsieg mit den Keulen verpasste, hat die Schmidenerin weitere Chancen in den Einzelwettkämpfen mit Band, Reifen und Ball.
Mit ihrem Sieg hat Varfolomeev ihre Position als führende Figur der Rhythmisches Gymnastik unterstrichen. Die Weltmeisterschaften in Frankfurt gelten als ihr Hauptziel, und ihr Erfolg in Warna gibt Optimismus für die kommenden Monate.
dpa